„Die Sperrungen führen dazu, dass sich die Fahrtzeiten unserer Einsatzfahrzeuge spürbar erhöhen“, erklärt DRK-Vorstand Kai Jehle-Mungenast. „Besonders kritisch wird es, wenn der Forbacher Rettungswagen mit einem Patienten auf dem Weg in die Kliniken Baden-Baden oder Rastatt ist. In dieser Zeit kann bei einem zweiten Notfall unser Rettungswagen aus Gernsbach aufgrund der Vollsperrung nicht rechtzeitig nach Forbach fahren und der Notfallpatient müsste viel zu lange auf die rettungsdienstliche Hilfe warten.“ Eine Ausweichfahrt über Wald- oder Nebenwege sei für reguläre Rettungsdienstfahrzeuge innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfristen nicht möglich.
Um die Versorgung der Bevölkerung in Forbach und den umliegenden Ortsteilen sowie entlang der Schwarzwaldhochstraße dennoch sicherzustellen, wird der DRK-Kreisverband Bühl-Achern gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund während der Bauphasen tagsüber einen zusätzlichen Rettungswagen in Herrenwies stationieren. Dieser wird mit hauptamtlichem Personal besetzt und soll insbesondere die Versorgung bei parallelen Notfällen gewährleisten.
Voraussetzung hierfür war ein Beschluss des Bereichsausschusses für den Rettungsdienstbereich Mittelbaden, in dem Vertreter der Kostenträger – also der Krankenkassen – sowie der Leistungsträger – also Hilfsgesellschaften wie das DRK – vertreten sind. Das Gremium hatte sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den Auswirkungen der Bundesstraßensanierung befasst und in dieser Woche den entsprechenden Beschluss gefasst.